Alles in allem nehme ich wahr, dass ich die Coachee im Prozess gut unterstützen konnte. Ich staune selbst über den Verlauf des Coachings, in dem sie spürbar an Freiheit gewonnen hat. Ich selbst habe dabei noch einmal tiefer die Wirkung der Systemenergetik erfahren können und kann sagen, dass ich“ … „selbst auch an Freiheit gewonnen habe, sei es den Gesprächsverlauf klarer zu strukturieren oder meine Resonanz ernst zu nehmen und, wo es sich anbietet, dem Gegenüber anzubieten.
Im Rückblick ist mir deutlich geworden, welche zentrale Rolle meine eigene Resonanz im Coachingprozess einnimmt. Die Fähigkeit, mich auf den Prozess einzulassen, meine Wahrnehmungen ernst zu nehmen, sie einzuordnen und mit der Coachee zu teilen, stellt eine wesentliche Grundlage für systemenergetisches Arbeiten dar. Gleichzeitig nehme ich wahr, dass mir diese Form der bewussten Resonanzarbeit noch nicht in jeder Situation in dem Maße gelingt, wie ich es mir wünschen würde. Dennoch bin ich sehr dankbar für das zunehmende Verständnis, das ich in diesem Prozess entwickeln konnte. Die bewusste Auseinandersetzung mit meiner Rolle, meiner Wahrnehmung und der Theorie der Systemenergetik eröffnet mir die Möglichkeit, mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln und meine Kompetenzen kontinuierlich zu vertiefen.
Die Sitzungen haben mir großen Spaß gemacht und mir erneut gezeigt, wie hilfreich die Systemenergetik dabei unterstützt, nicht vorschnell zu bewerten und wie spannend Sitzungen verlaufen können, wenn ich mich von meinen eigenen Erwartungen an das Coaching frei mache und neugierig ins Gespräch gehe. Durch die letzte Supervision wurde mir klar, dass die Coachee (d. Verf.) und ich in der Abschieds-Sitzung eine reiche Ernte sammeln durften.
Im Ergebnis und wenn das Coaching gelungen ist, erhält der Coachie dann kein Rezept für ein bestimmtes Problem, sondern erfährt etwas über sich selbst und bekommt einen größeren Freiheitsspielraum mit Handlungsmöglichkeiten, die ihm in unterschiedlichen Situationen zur Verfügung stehen. Nebenbei lerne ich als Coach immer wieder was dazu, um es dann womöglich im nächsten Coaching zu verwenden.